Datum: 14. & 15.05.12
Rund 350 Einsatzkräfte, darunter auch 15 Helfer des THW Reutlingen, waren am vergangenen Montag bei einem Großbrand eines Wohnhauses in Metzingen im Einsatz.
Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht zum Montag ab. Um 1:44 Uhr, vier Minuten nach der Alarmierung traf die Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei an der Einsatzstelle ein. Eine 80-jährige Frau und ein 55 Jahre alter Mann kamen ums Leben, neun Personen wurden verletzt. Ein 39-jähriger Mann ist in Panik durch ein Fenster im Obergeschoss gesprungen und landete schwer verletzt auf der Straße. Rund 100 Rettungssanitäter kamen zur Unterstützung der 5 Notärzte vor Ort hinzu. Die Feuerwehr forderte zudem Unterstützung aus den Abteilungen Dettingen, Reutlingen, Pfullingen und Stuttgart an. Die genaue Brandursache ist bislang noch unklar, da die Kriminalpolizei nicht in das einsturzgefährdete Gebäude vordringen konnte. Man geht aber derzeit davon aus, dass der Brand von einer Tiefgarage, die mit dem Nachbargebäude verbunden ist, ausging und sich dann vom Kellergeschoss bis ins Dach gefressen hat. Die Löscharbeiten gestalteten sich als äußerst schwierig. Immer wieder schlugen im Verlauf des Tages Flammen aus dem Gebäude.
Um die Ermittlungsarbeiten der Kriminalpolizei zu ermöglichen und einen Einbruch der Decke zu verhindern, stützte das THW Reutlingen die Tiefgarage mittels 30 cm starken Rundhölzern ab. Erschwert wurde die Arbeit dabei durch den eingedrungenen Löschschaum und durch anhaltende Rauchentwicklung, weswegen die Arbeiten zeitweise unter Atemschutz durchgeführt werden mussten. Aufgrund eines erneuten Ausbruchs des Feuers im Wohnhaus, musste das THW seine Arbeiten unterbrechen. Währenddessen stellte es den Dieselnachschub für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sicher und half beim Legen zusätzlicher Schlauchstrecken. Nach der Freigabe eines Bauingenieurs stützten die THW-Helfer die Tiefgarage weiter ab und übergaben 19 Autos und 3 Motorräder, die allesamt unversehrt waren ihren Besitzern, welche die Tiefgarage aus Sicherheitsgründen nicht betreten durften. Anschließend wurde der Eingang der Tiefgarage ordnungsgemäß durch Bauzaun fest gegen das Betreten von Unbefugten gesichert. Gegen Abend wurde schließlich mit dem teilweisen Hausabbruch begonnen, um zu verhindern, dass aus Glutnestern erneut Feuer entsteht.
Am Dienstag Abend waren nochmals 7 THW-Kräfte vor Ort, um weitere Stützen in den mittlerweile akut einsturzgefährdeten Tiefgaragenbereich einzuziehen sowie die Deckenverschalungen zu öffnen, um der Feuerwehr das Ablöschen meherer Glutnester zu ermöglichen.
Weitere Bilder finden Sie in den Galerien des GEA und auf den Seiten des SWR
Datum: 16.04.12
Gasexplosion, Gebäudeeinsturz! Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Riederich und den THW OV Reutlingen! ..so lautete das Szenario der gemeinsamen Einsatzübung am Montag Abend auf dem Feuerwehr- & THW-Übungsgelände bei Sondelfingen.
Angenommen wurde ein Gebäudeeinsturz nach einer schweren Gasexplosion in einem Wohnhaus mit mehreren verschütteten Personen. Die zuerst eingetroffenen Kameraden der Feuerwehr Riederich erkundeten die Schadensstelle, stellten den Brandschutz sicher und konnten zu Beginn bereits eine „verletzte“ Person aus einem Fahrzeug retten, welches direkt neben dem Trümmerkegel geparkt war. Nachdem zwei weitere Personen unter dem Trümmerkegel in einem Schacht sowie eine unter einer rund 10 Tonnen schweren Betonplatte eingeklemmte Person gefunden wurden, entschied sich der Einsatzleiter schnell, das THW Reutlingen anzufordern, um die Rettungsmaßnahmen durchführen zu können. Der vor Ort befindliche THW-Fachberater veranlasste die Alarmierung des Technischen Zuges, welcher nach kurzer Zeit eintraf.
Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde von der 1. Bergungsgruppe in gemischten Trupps die Rettung der im Schacht befindlichen „Opfer“ vorbereitet und mittels Einsatzgerüstsystem (EGS) und Rollgliss (Abseilvorrichtung) gerettet und abtransportiert. Parallel dazu begann auch die 2. Bergungsgruppe zusammen mit Einsatzkräften der Feuerwehr die unter der Betonplatte eingeklemmte Person zu retten. Hierzu wurde das Bauelement gegen Wegrutschen gesichert und auf einer Seite mit hydraulischen Hebern angehoben und unterbaut. Weiterhin wurde im Anschluss, ebenfalls in gemischten Teams, noch eine Gebäudeaußenwand mit dem Abstützsystem Holz (ASH) gegen Einsturz gesichert.
Parallel dazu bereitete die mittlerweile angeforderte Fachgruppe Logistik vor Ort die Verpflegung und Essensausgabe für die Übungsteilnehmer vor.
Nach Beendigung der Bergungsarbeiten wurden die einzelnen Schwerpunkte des Übungszenarios von allen Teilnehmern gemeinsam besichtigt und von den jeweils verantwortlichen Gruppenführen die durchgeführten Maßnahmen erläutert.
Primäres Übungsziel an diesem Abend war das gegenseitige Kennenlernen sowie die Erprobung der Zusammenarbeit sowohl auf der Führungsebene als auch in den Trupps und Gruppen bei der Durchführung der verschiedenen Maßnahmen, was hervorragend funktionierte. Bemerkenswert ist vorallem der Einsatz gemischter Gruppen aus Einsatzkräften von THW und Feuerwehr, welche jeweils von einem Rot-Blauen „Gruppenführerpärchen“ geführt wurden. So konnten die beiden Seiten unmittelbar menschlich, taktisch und fachlich voneinander profitieren und somit ein sicheres und zugleich zügiges Abarbeiten der Lage ermöglichen.
Alles in Allem kann von einer sehr erfolgreich verlaufenen Übung gesprochen werden, in der die Erwartungen beider Seiten weit übertroffen wurden und die allen Teilnehmern auch sichtlich Spaß bereitete. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!
Datum: 13.12.2011
Am 10. Dezember durften einige Vertreter des THW Reutlingen den neuen Mannschaftslastwagen 5 (MLW 5) in Kippenheim entgegennehmen. Mitarbeiter des Fahrzeugumrüsters MOSOLF sowie des Regalsystemherstellers Sortimo stellten den Vertretern aus den verschiedenen Ortsverbänden das Fahrzeug ausführlich vor. Nach der anschließenden, offiziellen Schlüsselübergabe durften die Ortsverbände dann ihre Heimreise antreten und ihr neues Fahrzeug testen. Der MLW 5 ist ein Mercedes Sprinter mit 163 PS und Automatikgetriebe und kann eine Besatzung von sechs Mann befördern. Er wird im Ortsverband hauptsächlich als multifunktionales Transporfahrzeug für die Log-M eingesetzt.
Datum: 23.11.2011
Berlin/Stuttgart –„Alle Jahre wieder“ und immer vor dem ersten Advent findet in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin die feierliche Übergabe eines Weihnachtsbaumes statt. Traditionell wird der Baum von den Städten und Gemeinden im Lande gespendet. Diesjähriger „Baumpate“ war die Stadt Bad Wildbad. Ebenso traditionell ist, dass THW-Kräfte aus den Ortsverbänden in Baden-Württemberg den jeweiligen Baum sicher an seinen Bestimmungsort transportieren. So erreichte der nunmehr zwölfte Weihnachtsbaum am 20. November seinen Platz vor der Landesvertretung in Berlin. Einen Tag später stellten die ehrenamtlichen THW-Kräfte einen weiteren Baum vor dem Berliner Polizeipräsidium auf.
Gestern erfolgte in der Landesvertretung die Präsentation des illuminierten Weihnachtsbaumes. Mit dabei zahlreiche Gäste aus dem diplomatischen Korps, Kultur, Politik und Wirtschaft. Hausherr Minister Peter Friedrich dankte in seiner Rede, Walter Nock, stellvertretend für das THW in Baden-Württemberg, für den gelungenen Transport und die langjährige professionelle, logistische Unterstützung.
„Ganz besonders danke ich den Frauen und Männern vom Technischen Hilfswerk im Landesverband Baden-Württemberg, die es sich seit Bezug unserer Landesvertretung im Jahre 2000 jedes Jahr Ende November nicht nehmen lassen, den gespendeten Baum von Baden-Württemberg nach Berlin an den Tiergarten zu transportieren. Sie sind am Spätnachmittag des vergangenen Sonntags bereits nach Berlin gekommen und haben den herrlichen Baum vor dem Haus fachgerecht und sicher aufgestellt. Haben Sie herzlichen Dank dafür“, so der Minister.
Für das THW nahmen an der Veranstaltung Präsident Albrecht Broemme, der Landesbeauftragte für Baden-Württemberg Dirk Hubertus Bosse und Walter Nock mit seinem Team teil.
Dass hinter der „Baumaktion“ jede Menge Vorbereitung steckt erfuhren auch die beteiligten Ortsverbände als sie bereits im Mai, vom THW-Landessprecher für Baden-Württemberg Walter Nock, die Anfrage zum Weihnachtsbaumtransport 2011 erhielten.
„Wir benötigen für die Aktion eine Planungssicherheit“, so Walter Nock, Organisator und Projektleiter aller bisherigen
Transporte, auf die Frage warum so früh mit dem Vorhaben begonnen wurde. „Die Planung beginnt mit dem Zeichnen und Einreichen der Pläne bei der Genehmigungsbehörde (zentrale Verkehrslenkung) in Berlin bereits im Juni. In der Bundeshauptstadt ändern sich fast jede Woche die Verkehrsführungen. In der Tiergartenstraße, in der sich auch die Landesvertretung befindet, sind Radwege entstanden und vor dem Gebäude befinden sich zwei der am stärksten frequentierten Buslinien Berlins. Und dennoch muss die Straße für Schwertransport und Kranfahrzeug teilgesperrt werden. In diesem Jahr kam die Zusage zur Durchführung der Aufbauarbeiten vor der Landesvertretung erst eine Woche vor dem Transport. Ohne die Genehmigung aber sind sowohl die Anfahrt des Schwertransport als auch die Entlade- und Aufbauarbeiten am Sonntagabend nicht möglich“ erläutert der Landessprecher. Brigitte Bader, in der Landesvertretung für Veranstaltungsplanung zuständig, bringt es auf den Punkt. „Wir schätzen die kompetente Unterstützung des THW. Schon wegen der –besonderen Berliner Verhältnisse- ist es für unser Haus sehr von Vorteil, dass auch die verkehrstechnische Abwicklung des Transportes hier in Berlin, in einer Hand liegt. Das erspart uns sehr viel Arbeit.“
„Natürlich sind einige logistische Arbeiten bereits Routine“ ergänzt Einsatzleiter Giuseppe Dezulian vom OV Reutlingen.
„ Dennoch gibt es wie auch in diesem Jahrs stets neue Herausforderungen an das Transportteam aber auch an die Forstverwaltung. So musste der Baum bereits eine Woche vor dem vereinbarten Termin geschlagen werden. Für die ursprünglich geplante Baumfällaktion waren Minustemperaturen angekündigt. Die Äste hätten beim Verlasten der Tanne auf den Tieflader brechen können. Durch die Terminverschiebung konnten die Experten der Forstverwaltung mit Unterstützung der THW-Kräfte den Baum, mit seinem Durchmesser von acht Metern, auf eine günstige Transportgröße einbinden“, berichtet der Einsatzleiter.
An der Aktion 2011 waren Helferinnen und Helfer aus den THW-Ortsverbänden, Calw, Trossingen, Schopfheim, Reutlingen (Einsatzleitung), Leonberg, Stuttgart, Göppingen und Pforzheim, unterstützt durch die Ortsverbände Berlin Mitte, und Lichtenberg, beteiligt.
Text: Ö-Team Landesverband Baden-Württemberg
Bilder: THW
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Datum: 05.11.2011
Reutlinger THW-Urgestein und Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Reutlinger
Hilfsorganisationen wird mit der höchsten Auszeichnung des Technischen Hilfswerks (THW)
geehrt.
Schon mit 25 Jahren wurde der heutige Leiter der Althelfergruppe des Ortsverbands (OV) Reutlingen, Erich Klocker vom Technischen Hilfswerk (THW) begeistert. Durch einen Freund ist er damals zum THW gekommen. Seit März 1964 ist er ehrenamtlicher Helfer und war auf zahlreichen Auslandseinsätzen, wie zum Beispiel 1988 der Erdbebenkatastrophe in Armenien, im Einsatz. Am 05. November wurde er von dem Landesbeauftragten Dirk-Hubertus Bosse für seinen „unschätzbaren Verdienst“ mit der höchsten Auszeichnung des THW, dem Ehrenzeichen in Gold, geehrt. Klocker war von 1998 bis 2004 stellvertretender Ortsbeauftragter im OV Reutlingen und hat wesentlich zur Gründung einer Jugendgruppe beigetragen, auf die er noch heute sehr stolz ist. Er ist aber auch Gründungsmitglied des örtlichen THW-Helfervereins und Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Reutlinger Hilfsorganisationen.
Heute leitet er die Althelfergruppe im
Ortsverband, steht jederzeit mit seinem Wissen für Rat und Tat bereit und ist damit „aktiver als so
manch aktiver Helfer“, so Bosse. Ein großer Dank sei auch Frau Klocker, den THW-Kameraden, der
Geschäftsstelle Tübingen sowie Klockers Chef Willi Betz auszusprechen, die ihn immer unterstützt
haben und ihm nie im Weg standen, wie der sichtlich gerührte 72-jährige Klocker in seiner
Abschlussrede erklärte. Auch der anwesende Bundestagsabgeordnete Pascal Kober, der
Kreisbrandmeister des Landkreises Reutlingen Wolfram Auch, der Stadtbranddirektor der Stadt
Reutlingen Harald Herrmann und Dr. Andreas Baumann von der THW-Landesvereinigung ließen es
sich nicht nehmen, dem außergewöhnlich engagierten Ex-Helfer persönlich zu gratulieren.
Oliver Widmann, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 16.10.2011
Im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags fand am 16.10. nun bereits zum 12. Mal der Reutlinger Sicherheitstag statt. Ab 13 Uhr präsentierten sich in der gesamten Reutlinger Innenstadt die verschiedenen Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, DLRG und THW und informierten die Bürger über ihre Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten. Auf der Aktionsfläche auf dem Marktplatz demonstrierten die einzelnen Organisationen abwechselnd oder gemeinsam ihr Können in Form kleiner Einsatzübungen.
Der THW Ortsverband Reutlingen präsentierte sich gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr am Albtorplatz mit dem GKW I sowie einem großen Infostand mit Mal- und Bastelecke für die Kleinen, verschiedenen Infotafeln über die Ausstattung und Tätigkeiten des Ortsverbandes sowie ein Video-Pavillion, in dem mehrere THW-Infofilme vorgeführt wurden. Zusätzlich zur statischen Präsentation demonstrierte das THW in zwei Vorführungen auf dem Marktplatz sein Können.
Das erste Szenario stellte den Trümmerkegel eines eingestürzten Hochregalllagers dar, unter dem ein Arbeiter verschüttet wurde. Gemeinsam mit der Rettungshundestaffel des DRK wurde der Trümmerkegel erkundet und mit zwei Hunden nach der Person abgesucht, welche schließlich auch geortet wurde. Anschließend übernahm die Besatzung des GKW I die Lage, um zu dem Verschütteten vorzudringen. Hierfür war das Beiseiteräumen kleinerer Trümmerteile von Hand sowie das Zerteilen größerer Elemente mit der Kettensäge notwendig. Nach dem das Opfer freigelegt wurde, kümmerten sich die Helfer um die Erstversorgung. Zusammen mit den Kameraden der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) wurde die Person geborgen und mittels Schaufeltrage auf eine Vakuummatratze gebettet und aus der Schadensstelle abtransportiert.
In einer zweiten Übung demonstrierten die Jugendgruppen von THW, Feuerwehr, JUH und DRK gemeinsam die Rettung einer unter einem verunfallten und brennenden PKW eingeklemmten Person. Die Kameraden der Jugendfeuerwehr übernahmen die Brandbekämpfung, parallel dazu bereiteten die Junghelfer des THW die pneumatischen Hebekissen vor, um das Fahrzeug anzuheben und das Unfallopfer befreien zu können. Die Versorgung und den Abtransport übernahmen dann mehrere Mitglieder des Jugend-Rot-Kreuzes und der Johanniter-Jugend.
Hauptzweck dieser Vorführungen war vorallem, den Bürgern die hervorragende Zusammenarbeit der einzelnen Reutlinger Hilfsorganisationen sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch im Einsatz zu demonstrieren - sowohl bei den „Großen“ aktiven, als auch beim Nachwuchs in den Jugendgruppen. Alles in Allem war es ein gelungener Tag mit tollem Wetter, vielen interessierten Besuchern und einem spannenden und abwechslungsreichen Programm.
Weitere Bilder gibt es hier zu sehen.
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